Grundschule Gemünden

Schuljahr 2021/2022

 Leitbild

Unsere Schule ist ein Ort, an dem wir miteinander leben und lernen und uns so verhalten, dass wir uns dabei wohlfühlen.

 

Die Entwicklung unseres Leitbildes:

 

Aufbauend auf Eltern-, Schüler- und Lehrerbefragungen wurden im Jahr 2008 bereits erste „Schwerpunkte“ und „Zielsetzungen“ unserer Schule eruiert und vorformuliert.

 

In den Schuljahren 2009/10 und 2010/11 wurde die Leitbildentwicklung wieder aufgenommen. In einem längeren Entwicklungsprozess wurden durch Befragung von Schülern, Eltern und Lehrern grundsätzliche Ziele gefunden, die der Arbeit und dem Leben in unserer Schule zu Grunde gelegt sein sollen. Hierbei kristallisierte sich folgendes Leitbild heraus:

 

Unsere Schule ist ein Ort, an dem wir miteinander leben und lernen und uns so verhalten, dass wir uns dabei wohlfühlen.

 

 - Wir gehen höflich und freundlich miteinander um und zeigen damit unsere gegenseitige Wertschätzung.

 

 - Die Regeln, die wir gemeinsam aufstellen und niederschreiben, werden von allen eingehalten.

 

 - Jeder wird in seinen Stärken und Schwächen angenommen und unterstützt.

 

 - Selbstständigkeit und Leistungsbereitschaft werden durch zeitgemäße und kindgerechte Unterrichtsformen und in einer ansprechenden und anregenden Lernumgebung gefördert.

- Grundlage ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Schüler, Eltern und Lehrer unserer Schulfamilie, unterstützt von unseren außerschulischen Partnern.

 

Da wir dieses Leitbild nicht einfach als Kopie an Schüler und Eltern weitergeben wollten, entwickelten wir das Projekt „Anton“.

 

 

 

Die Geschichte von Anton:

 

Mitten in einem wunderschönen Buchenwald liegt eine Lichtung. Wenn die Sonne ihre Strahlen auf die

Lichtung wirft,  sieht es aus, als ob alles mit feinem Goldstaub bedeckt ist. Nur wenige Menschen haben

sich bis jetzt hierhin verirrt.

 

Eine besonders schöne Stelle am Rande der Lichtung hat sich ein Ameisenvolk für ihren Ameisenbau ausgesucht, direkt unter einer prächtigen Buche, ein wenig schattig und doch finden die Sonnenstrahlen ihren Weg dorthin.

 

Hier wohnt auch Anton - eine ganz besondere Ameise. Während seine Verwandten den ganzen Tag hin und her sausen, mag es Anton am liebsten, auf einem Zweig über dem Ameisenhügel zu sitzen, das Geschehen zu beobachten und nachzudenken.  Es gefällt Anton sehr, was er von seinem Beobachtungsposten auf dem Blatt aus sieht. In seinem Ameisenvolk kann man sich wirklich richtig wohl fühlen.

 

Wenn man genau hinschaut, sieht man alle Ameisen sogar bei den schwersten Arbeiten lächeln.

 

Woran das wohl liegt?

 

 Anton sitzt im warmen Sonnenlicht und überlegt.

 

Während sein Blatt leicht im Wind hin- und herschaukelt, zieht das Leben in seinem Ameisenvolk wie ein Film an ihm vorüber. Plötzlich wird ihm klar, warum das Leben ausgerechnet in seinem Ameisenhügel so gut funktioniert.

 

Hier leben viele Ameise zusammen: große und kleine, starke und schwächere, Arbeiterinnen und Wächter und natürlich die Königin. Trotzdem wird keiner ausgelacht oder fühlt sich als etwas Besseres. Jede Ameise macht das, was sie gut kann.

 

Wenn sie etwas nicht so gut kann bekommt sie Hilfe. Alle Ameisen zusammen bilden ein gutes Team.

 

Manchmal bekommen die Ameisen sogar Hilfe von einem anderen Ameisenvolk aus der Nachbarschaft. Heute helfen sogar die Asseln mit, denn sie mögen die Hüllen der Ameiseneier besonders gern. Die Ameisen haben so auch gar keine Arbeit, um die Reste wegzuschaffen.

 

Dabei sind die Ameisen immer sehr freundlich zueinander, denn sie wissen genau: Jeder macht seine Arbeit für die Gemeinschaft, so gut er kann.

 

Dass man in Antons Ameisenhügel viele lächelnde Gesichter sieht, hat aber auch damit zu tun, dass das Leben und Arbeiten im und am Hügel einfach schön ist. Alles ist ordentlich und sauber. Jede Ameise weiß genau, wo sie etwas findet oder hinbringen muss.

 

Außerdem ist es wirklich ein moderner Ameisenhaufen. Viele Erfindungen erleichtern die Arbeit der Ameisen.

 

Plötzlich fällt Anton noch etwas sehr Wichtiges ein. Schon als kleine Ameise haben ihm die großen Ameisen erklärt, wie wichtig  Regeln sind. Und tatsächlich: Anton kann sich nicht daran erinnern, dass sich eine Ameise einmal nicht an die Regeln gehalten hätte. Vielleicht ist das auch deshalb so, weil jede Ameise Vorschläge machen kann. Finden die anderen Ameisen den Vorschlag gut, so wird er zur neuen Regel gemacht.

 

Vom vielen Nachdenken sind Anton die Augen zugefallen. Ein vorwitziger Sonnenstrahl kitzelt ihn an der Nase, so dass er die Augen wieder aufmacht. Als er nun wieder auf sein Zuhause blickt und all seine Freunde und Verwandten sieht, wird es ihm ganz warm ums Herz. Ja, hier und nirgends anders will er sein, denn hier fühlt er sich wohl.

 

 

 

 

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