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Grundschule Gemünden a. Main

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Unser Leitbild:

Unsere Schule ist ein Ort, an dem wir miteinander leben und lernen und uns so verhalten, dass wir uns dabei wohlfühlen.

Die Entwicklung unseres Leitbildes:

Leitbildentwicklung

 

Aufbauend auf Eltern-, Schüler- und Lehrerbefragungen wurden im Jahr 2008 bereits erste

„Schwerpunkte“ und „Zielsetzungen“ unserer Schule eruiert und vorformuliert.

In den Schuljahren 2009/10 und 2010/11 wurde die Leitbildentwicklung wieder aufgenommen. In einem

längeren Entwicklungsprozess wurden durch Befragung von Schülern, Eltern und Lehrern grundsätzliche

Ziele gefunden, die der Arbeit und dem Leben in unserer Schule zu Grunde gelegt sein sollen. Hierbei

kristallisierte sich folgendes Leitbild heraus:

Unsere Schule ist ein Ort, an dem wir miteinander leben und lernen und uns so verhalten, dass wir uns

dabei wohlfühlen.

 

- Wir gehen höflich und freundlich miteinander um und zeigen damit unsere gegenseitige Wertschätzung.

- Die Regeln, die wir gemeinsam aufstellen und niederschreiben, werden von allen eingehalten.

- Jeder wird in seinen Stärken und Schwächen angenommen und unterstützt.

- Selbstständigkeit und Leistungsbereitschaft werden durch zeitgemäße und kindgerechte

Unterrichtsformen und in   einer ansprechenden und anregenden Lernumgebung gefördert.

- Grundlage ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Schüler, Eltern und Lehrer unserer

Schulfamilie, unterstützt von unseren außerschulischen Partnern.

Da wir dieses Leitbild nicht einfach als Kopie an Schüler und Eltern weitergeben wollten, entwickelten wir

das Projekt „Anton“.

 

Unser Leitbild entsteht:

Ein neuer Bewohner unserer Schule macht von sich reden: Anton - eine schlaue Ameise, die mit ihrem Lieblingsbaum in unsere Schulaula umgesiedelt ist.

 

Anton stellte in den vergangenen Tagen das Leben in seinem Ameisenvolk vor und gewann damit sofort die Sympathien aller Schüler von der 1. bis zur 4. Klasse. Er berichtete von einem wahren Ort des Wohlfühlens, an dem sich alle Bewohner gegenseitig helfen. Hier werden Regeln gemeinsam aufgestellt und eingehalten. Unterschiede im Aussehen und im Können spielen keine Rolle.

 

Gemeinsam mit seinen eifrigen Zuhörern versuchte Anton das Leben im Ameisenvolk auf die Situation der Mädchen und Jungen in der Schule zu übertragen. Auf anschauliche und kindgerechte Weise brachte die Schule so den Schülern das Leitbild der Grundschule Gemünden nahe.

 

Mitten in einem wunderschönen Buchenwald liegt eine Lichtung. Wenn die Sonne ihre Strahlen auf die Lichtung wirft,  sieht es aus, als ob alles mit feinem Goldstaub bedeckt ist. Nur wenige Menschen haben sich bis jetzt hierhin verirrt.

Eine besonders schöne Stelle am Rande der Lichtung hat sich ein Ameisenvolk für ihren Ameisenbau ausgesucht, direkt unter einer prächtigen Buche, ein wenig schattig und doch finden die Sonnenstrahlen ihren Weg dorthin.

 

Hier wohnt auch Anton - eine ganz besondere Ameise. Während seine Verwandten den ganzen Tag hin und her sausen, mag es Anton am liebsten, auf einem Zweig über dem Ameisenhügel zu sitzen, das Geschehen zu beobachten und nachzudenken.  Es gefällt Anton sehr, was er von seinem Beobachtungsposten auf dem Blatt aus sieht. In seinem Ameisenvolk kann man sich wirklich richtig wohl fühlen.

Wenn man genau hinschaut, sieht man alle Ameisen sogar bei den schwersten Arbeiten lächeln.

Woran das wohl liegt?

 

Anton sitzt im warmen Sonnenlicht und überlegt.

Während sein Blatt leicht im Wind hin- und herschaukelt, zieht das Leben in seinem Ameisenvolk wie ein Film an ihm vorüber. Plötzlich wird ihm klar, warum das Leben ausgerechnet in seinem Ameisenhügel so gut funktioniert.

Hier leben viele Ameise zusammen: große und kleine, starke und schwächere, Arbeiterinnen und Wächter und natürlich die Königin. Trotzdem wird keiner ausgelacht oder fühlt sich als etwas Besseres. Jede Ameise macht das, was sie gut kann.

Wenn sie etwas nicht so gut kann bekommt sie Hilfe. Alle Ameisen zusammen bilden ein gutes Team.

Manchmal bekommen die Ameisen sogar Hilfe von einem anderen Ameisenvolk aus der Nachbarschaft. Heute helfen sogar die Asseln mit, denn sie mögen die Hüllen der Ameiseneier besonders gern. Die Ameisen haben so auch gar keine Arbeit, um die Reste wegzuschaffen.

Dabei sind die Ameisen immer sehr freundlich zueinander, denn sie wissen genau: Jeder macht seine Arbeit für die Gemeinschaft, so gut er kann.

Dass man in Antons Ameisenhügel viele lächelnde Gesichter sieht, hat aber auch damit zu tun, dass das Leben und Arbeiten im und am Hügel einfach schön ist. Alles ist ordentlich und sauber. Jede Ameise weiß genau, wo sie etwas findet oder hinbringen muss.

Außerdem ist es wirklich ein moderner Ameisenhaufen. Viele Erfindungen erleichtern die Arbeit der Ameisen.

 

Plötzlich fällt Anton noch etwas sehr Wichtiges ein. Schon als kleine Ameise haben ihm die großen Ameisen erklärt, wie wichtig  Regeln sind. Und tatsächlich: Anton kann sich nicht daran erinnern, dass sich eine Ameise einmal nicht an die Regeln gehalten hätte. Vielleicht ist das auch deshalb so, weil jede Ameise Vorschläge machen kann. Finden die anderen Ameisen den Vorschlag gut, so wird er zur neuen Regel gemacht.

 

Vom vielen Nachdenken sind Anton die Augen zugefallen. Ein vorwitziger Sonnenstrahl kitzelt ihn an der Nase, so dass er die Augen wieder aufmacht. Als er nun wieder auf sein Zuhause blickt und all seine Freunde und Verwandten sieht, wird es ihm ganz warm ums Herz. Ja, hier und nirgends anders will er sein, denn hier fühlt er sich wohl.

 

 

Nach der Erarbeitung in den einzelnen Klassen, hatten die Schüler die Aufgabe, ihren Eltern ihr umfangreiches Wissen über das Leben in Antons Ameisenstaat, beziehungsweise unser Zusammenleben in der Schule zu vermitteln. Nun durften die Eltern in einer Eltern-Hausaufgabe schriftlich niederlegen, ob sie den Stoff, den ihre Kinder vermittelt hatten, auch verstanden hatten. Dank Anton und des wunderschönen Baumes in unserer Aula wird unser Leitbild sicher noch einige Zeit in aller Munde sein. Gerne können Sie sich bei einem Besuch in unserer Aula noch einmal mit unserem Leitbild an Antons Baum auseinander setzen. 

 

Die Geschichte von Anton:

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